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Die Wertegemeinschaft des Westen

von Dieter Riebe

Anspruch und Wirklichkeit

Ist der Westen eine Wertegemeinschaft? Ja sicher, aber anders als uns ständig Mantra-artig weiß gemacht wird. Die verbreiteten, westlichen Mainstream-Medien, ob Fernsehen, Radio und Zeitungen verkünden:


„Nicht wer böses tut ist böse, sondern es kommt darauf an, wer es tut.
Wenn der Westen etwas Böses tut, dann ist es gut“

 
Die so genannten Mainstream-"Qualitäts"medien erkennen keinen Widerspruch in dieser Doppelmoral des Westens. So mussten schon die Indianer in Amerika erkennen, dass die Weißen mit "doppelter Zunge sprechen". An dieser ständigen Einseitigkeit können wir erkennen, dass die Mainstream-"Qualitäts"medien uns mittlerweile nicht neutral mit Nachrichten und Informationen versorgen, sondern schleichend zu Propaganda-Organen mutiert sind. Zum Glück gibt es noch alternative Informationen, vor allem im Internet, von engagierten BürgerInnen/gruppen etc..

Die Mainstream-Medien versorgen uns mit dem Mantra: Der Westen steht für Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit und für Frieden, Sicherheit und Demokratie. Die realen Werte der so genannten westlichen Wertegemeinschaft sind aber nicht Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, sondern Gewinnmaximierung durch Ausbeutung, rücksichtsloser Eigennutz und extreme Gewalt.


Als Grundsatzprinzip gilt: Geld bzw. Profit-Machen rechtfertigt alles, wie und mit welchen Mitteln ist egal. Geld stinkt nicht. Demnach ist es auch kein Wunder, dass die Skrupellosigkeit im Erreichen dieses Ziels mitunter keine Grenzen kennt. Dies erkennt man vor allem an den Kriegen, die der Westen in den letzten Jahrzehnten zu verantworten hat und die ein Verbrechen an der Menschheit sind.

Messt die "Gutmenschen" an ihren Taten, nicht nach ihren Worten.

Welche Sachverhalte können wir nennen, die der eigenen Wahrnehmung und Propaganda des Westens widersprechen? Hier eine Stichwortliste über die tatsächlich praktizierte Vorgehensweise des Westens:

In der offiziellen Berichterstattung werden die negativen Auswirkungen der westlichen Wirtschaftsweise kaum diskutiert. Auf der anderen Seite versuchen einige Gruppen der westlichen Bevölkerung die schlimmsten Auswirkungen zu mildern.

So wurden z.B. in Deutschland im Jahr 2013 5 Mrd. € für wohltätige Zwecke gespendet. Es gibt eine Willkommenskultur für Flüchtlinge, bei der Hunderttausende sich persönlich engagieren.

Als Volk sollten wir die PolitikerInnen und die skrupellosen Teile der Eliten, die z.B. Kriege als Mittel der Politik umsetzten, aus den Ämtern jagen. Kriege sind Verbrechen an der Menschheit und so sollte jede/r PolitikerInn als Verbrecher angesehen werden, der sich für die Teilnahme an Kriegen ausspricht. Warum wählen wir Parteien, die die Interessen der eigenen Bevölkerung und der Menschheit unbeachtet lassen. Was nützt es denn, wenn die offizielle Wirtschaft- und Militär-Politik und die skrupellosen Machenschaften internationaler Konzerne die Welt immer näher an den Abgrund bringen und wir BürgerInnen beruhigen unser Gewissen, indem wir durch Spenden und Ehrenämter die schlimmsten Folgen abmildern. Nötig ist ein radikaler Politikwechsel. Eine Abkehr von einer Politik, die Elend, Ausbeutung, Kriege und Massenflucht hervorruft hin zu einer Politik, die an Menschenrechten und Naturerhalt orientiert ist. Wenn sich immer mehr Bürger und Bürgerinnen für eine Politik der Verständigung und des Ausgleichs einsetzen, haben wir eine Chance. In einer Demokratie ist dies ohne Gefahr für Leib und Leben möglich. 

Packen wir es an! ..... Ja, ..JA, auch Du bist gemeint!

siehe auch: Warum gewisse Kriegsverbrechen geduldet werden

von Wilfried Porwol

Kategorie: Meinungen